Leishmaniose ist eine chronische Infektionskrankheit beim Hund, die vor allem im Mittelmeerraum verbreitet ist. Besonders häufig betroffen sind Hunde aus Spanien, Italien, Griechenland und Portugal. In einigen Regionen, wie Andalusien (Spanien), sind bis zu 42 % der Hunde infiziert.
Die Erkrankung wird durch die Sandmücke übertragen und kann unbehandelt zu schweren Organschäden führen.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich einer infizierten Sandmücke. Beim Blutsaugen gelangen die Leishmanien in den Körper des Hundes. Dort befallen sie Zellen des Immunsystems und vermehren sich weiter.
Betroffen sind vor allem:
Lymphknoten
Knochenmark
Milz
Leber
Die Inkubationszeit kann sehr unterschiedlich sein und reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.
Der Verlauf der Leishmaniose hängt stark vom Immunsystem des Hundes ab:
Einige Hunde zeigen lange keine Symptome.
Andere entwickeln schleichend oder plötzlich schwere Krankheitsanzeichen.
Besonders häufig kommt es im späteren Verlauf zu Nierenschäden, die lebensbedrohlich sein können.
Die Erkrankung kann sich sehr unterschiedlich äußern. Häufige Symptome sind:
Symmetrischer Haarausfall, besonders am Kopf
Hautgeschwüre und Hautknoten
Starke Verhornung der Haut
Übermäßiges oder verkrümmtes Krallenwachstum
Pigmentverlust an Nase und Maul
Entzündliche Hautveränderungen mit Pusteln
Erhöhte Blutungsneigung
Gewichtsverlust und Leistungsschwäche
Bei der viszeralen Form sind innere Organe betroffen. Typisch ist ein Fieber mit zwei täglichen Temperaturspitzen. Mögliche Folgen:
Leber- und Darmentzündungen
Nierenversagen
Entzündungen von Blutgefäßen, Knochenmark, Gelenken, Nerven oder Muskeln
Da Leishmaniose in Mitteleuropa nicht heimisch ist, wird sie oft spät erkannt. Die Diagnose erfolgt durch:
Bluttests auf Antikörper
Direkten Parasitennachweis
PCR-Untersuchungen (z. B. aus dem Knochenmark)
Die richtige Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie.
Eine purinarme, individuell angepasste Fütterung kann helfen:
Leber und Nieren zu entlasten
das Immunsystem zu unterstützen
den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen
Viele Hunde aus dem Tierschutz bringen Leishmaniose bereits mit oder sind infiziert, ohne Symptome zu zeigen. Die Krankheit kann jahrelang unbemerkt bleiben und später ausbrechen.
Regelmäßige Tests, eine angepasste Ernährung und tierärztliche Begleitung ermöglichen vielen betroffenen Hunden dennoch ein langes und gutes Leben.
Hunde, die in den Süden reisen, sollten unbedingt geschützt werden:
Verwendung von sandmückenabweisenden Spot-ons oder Halsbändern
Vermeidung von Aufenthalten in der Dämmerung
Regelmäßige Blutkontrollen nach der Reise
Die hier bereitgestellten Informationen dienen nur der allgemeinen Aufklärung über Leishmaniose beim Hund und ersetzen nicht die Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen Tierarzt.
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