Die Hepatozoonose ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die vor allem in Süd- und Osteuropa, aber zunehmend auch in anderen Regionen auftritt. Verursacht wird sie durch einzellige Parasiten (Hepatozoon spp.).
Die Übertragung erfolgt durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) – jedoch nicht durch den Zeckenstich, sondern durch das Verschlucken oder Zerbeißen der Zecke.
Mögliche Infektionswege:
Aufnahme einer Zecke bei der Fellpflege
Verzehr eines Beutetieres (z. B. Maus mit Zecke)
Übertragung von der Mutter auf die Welpen während der Trächtigkeit
Im Verdauungstrakt des Hundes werden die Erreger freigesetzt und gelangen von dort in den Organismus.
Ein großer Teil der infizierten Hunde und Katzen zeigt keine Symptome.
Besonders gefährdet sind jedoch:
Tiere mit geschwächtem Immunsystem
Welpen und Junghunde
Tiere unter Stress oder mit Vorerkrankungen
Im Verlauf der Hepatozoonose können mehrere Organsysteme betroffen sein:
Innere Organe
Muskulatur
Knochenmark
Nervensystem und zentrales Nervensystem
Zu den frühen Anzeichen gehören:
Geschwollene Lymphknoten
Fieber
Blasse Schleimhäute (Hinweis auf Blutarmut)
Blutige Durchfälle
Erbrechen
Mit Fortschreiten der Erkrankung können auftreten:
Appetitlosigkeit
Schmerzen bei Berührung
Muskelschmerzen
Muskelschwund und Muskelverhärtungen
Bewegungsunlust
Bei jungen Tieren in der Wachstumsphase kann es zusätzlich zu:
Verformungen der Knochen
kommen.
In schweren Fällen sind auch:
Nervöse Störungen
Epileptische Anfälle
Verhaltensveränderungen bis hin zu aggressivem Verhalten
möglich.
Die Diagnose erfolgt durch:
Blutuntersuchungen
Gewebeproben
Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Prognose deutlich.
Bei frühzeitiger Erkennung kann sich das Tier vollständig erholen.
In schweren oder chronischen Fällen kommen Antiprotozoika zum Einsatz, um die Erregerzahl zu reduzieren.
Zusätzlich werden entzündungshemmende Medikamente zur Linderung der Muskelschmerzen eingesetzt.
Ein starkes Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle, um die Erkrankung langfristig unter Kontrolle zu halten.
Die hier bereitgestellten Informationen dienen nur der allgemeinen Aufklärung über Hepatozoonose beim Hund und ersetzen nicht die Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen Tierarzt.
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