Die Zeit zur Regeneration und Reinigung beginnt...
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Ehrlichiose beim Hund – Symptome, Übertragung & Verlauf

Die Ehrlichiose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem in Süd- und Osteuropa, aber zunehmend auch in anderen Regionen vorkommt. Sie zählt zu den sogenannten Mittelmeerkrankheiten beim Hund.

Verursacht wird die Erkrankung hauptsächlich durch das Bakterium Ehrlichia canis.

Wie wird Ehrlichiose übertragen?

Die Übertragung erfolgt überwiegend durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus).
Beim Blutsaugen gibt die Zecke die Erreger in den Blutkreislauf des Hundes ab.

Besonders gefährdet sind:

  • Hunde aus dem Auslandstierschutz

  • Hunde, die mit ihren Haltern in den Süden reisen

  • Hunde ohne ausreichenden Zeckenschutz

Was passiert im Körper?

Ehrlichien befallen bestimmte weiße Blutkörperchen und vermehren sich in diesen Zellen. Dadurch wird das Immunsystem geschädigt, und es kommt zu Störungen der Blutbildung.

Die Inkubationszeit beträgt meist 1–3 Wochen.

Krankheitsverlauf

Die Ehrlichiose kann in drei Phasen verlaufen:

  1. Akute Phase – oft mit deutlichen Symptomen

  2. Subklinische Phase – scheinbar symptomfrei, kann Monate bis Jahre dauern

  3. Chronische Phase – schwere, teils irreversible Schäden

Nicht jeder Hund durchläuft alle Phasen, doch besonders die chronische Ehrlichiose ist schwerwiegend.

Symptome der Ehrlichiose

Die Symptome sind oft unspezifisch und können schleichend beginnen:

  • Fieber

  • Appetitlosigkeit

  • Abgeschlagenheit

  • Gewichtsverlust

  • Vergrößerte Lymphknoten

  • Blasse Schleimhäute (Hinweis auf Blutarmut)

  • Blutungsneigung (z. B. Nasenbluten, punktförmige Hautblutungen)

In fortgeschrittenen Fällen zusätzlich:

  • Augenentzündungen

  • Lahmheiten

  • Atemprobleme

  • Neurologische Störungen

Chronische Ehrlichiose

In der chronischen Phase kann es zu schweren Schäden kommen:

  • Anämie (Blutarmut)

  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie)

  • Schädigung von Knochenmark, Leber und Milz

  • Stark geschwächtes Immunsystem

Unbehandelt kann die chronische Ehrlichiose lebensbedrohlich sein.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt über:

  • Blutuntersuchungen

  • Antikörpertests

  • PCR-Nachweis des Erregers

Da Antikörper erst zeitverzögert gebildet werden, sind Verlaufskontrollen oft notwendig.

Behandlung

  • In der Regel erfolgt die Behandlung mit Antibiotika über einen längeren Zeitraum

  • Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser ist die Prognose

  • In chronischen Fällen ist eine vollständige Heilung nicht immer möglich, aber eine Stabilisierung oft erreichbar

Ein starkes Immunsystem und konsequenter Zeckenschutz sind entscheidend für den Behandlungserfolg.

 

 

 
Medizinischer Hinweis

Die hier bereitgestellten Informationen dienen nur der allgemeinen Aufklärung über Ehrlichiose beim Hund und ersetzen nicht die Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen Tierarzt.

  • Bei Verdacht auf Ehrlichiose bitte umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
  • Nur ein Tierarzt kann eine stellen und eine individuelle Behandlung empfehlen.
  • Ernährungstipps oder Vorsorgemaßnahmen auf dieser Seite sind allgemein und ersetzen keine tierärztliche Beratung.

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