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Anaplasmose beim Hund – Symptome, Übertragung & Diagnose

Die Anaplasmose ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, die in ganz Europa, Asien und Nordamerika vorkommt. Auch in Deutschland ist sie weit verbreitet und wird häufig unterschätzt.

Wie wird Anaplasmose übertragen?

In Mitteleuropa erfolgt die Übertragung hauptsächlich durch den Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus). Etwa 10 % der Zecken tragen den Erreger Anaplasma phagocytophilum in sich.

Dieser Erreger ist ein Bakterium, das bestimmte weiße Blutkörperchen des Hundes befällt.

In Südeuropa kommt zusätzlich die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) vor. Sie überträgt eine zweite Erregerart, Anaplasma platys, wobei dort deutlich höhere Durchseuchungsraten bei den Zecken festgestellt wurden.

Wie häufig ist Anaplasmose?

Studien zeigen, dass Anaplasmose deutlich häufiger vorkommt als angenommen. Je nach Region kann bei jedem zweiten bis fünften Hund ein Kontakt mit dem Erreger nachgewiesen werden.

Viele Hunde zeigen jedoch keine oder nur sehr milde Symptome, weshalb die Erkrankung oft unerkannt bleibt.

Inkubationszeit und Krankheitsverlauf

Die Inkubationszeit beträgt etwa 1–2 Wochen.
Der Verlauf ist häufig unspezifisch oder subklinisch, das heißt: Der Hund ist infiziert, zeigt aber kaum eindeutige Krankheitsanzeichen.

Besonders problematisch sind Doppelinfektionen, z. B. mit Borreliose, die die Symptome deutlich verstärken können.

Symptome der Anaplasmose

Die Anfangssymptome ähneln häufig der Borreliose:

  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit

  • Appetitlosigkeit

  • Fieber

  • Gelenkentzündungen und Lahmheit

Weitere mögliche Anzeichen:

  • Vergrößerte Lymphknoten

  • Vergrößerte Milz

  • Sehr blasse Schleimhäute

  • Allgemeine Schwäche

Diagnose

Der Nachweis der Anaplasmose erfolgt über spezielle Blutuntersuchungen. Dabei können festgestellt werden:

  • Nachweis des Erregers oder von Antikörpern

  • Veränderungen der Organwerte

  • Anämie (Blutarmut)

  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie)

  • Erniedrigter Albuminwert

Da die Symptome unspezifisch sind, ist eine gezielte Diagnostik besonders wichtig.

Warum Anaplasmose ernst genommen werden sollte

Unbehandelt kann Anaplasmose zu chronischen Beschwerden führen und das Immunsystem dauerhaft belasten. Eine frühzeitige Erkennung verbessert die Prognose deutlich.

   

Medizinischer Hinweis

Die hier bereitgestellten Informationen dienen nur der allgemeinen Aufklärung über Anaplasmose beim Hund und ersetzen nicht die Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen Tierarzt.

  • Bei Verdacht auf Anaplasmose bitte umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
  • Nur ein Tierarzt kann eine stellen und eine individuelle Behandlung empfehlen.
  • Ernährungstipps oder Vorsorgemaßnahmen auf dieser Seite sind allgemein und ersetzen keine tierärztliche Beratung.

Haftungsausschluss: Die Betreiber dieser Webseite übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch die Anwendung dieser Informationen entstehen.

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